8. Spiel: Offenburger FG-TVU 2:5

#1 von Presse TVU-1 , 19.06.2011 20:11

8. Spiel: Offenburger FG-TVU 2:5
Der TVU-Express ist in dieser Bundesliga-Saison auch von der Offenburger FG nicht zu stoppen!

Die „Rubo-Negros“ landen mit dem 2:5 einen historischen Sieg – sie gewinnen zum allerersten Mal gegen das Team aus Südbaden. 4:0 Punkte aus dem schweren Doppelspieltag am Wochenende lassen die Hoffnung auf eine DM-Teilnahme erblühen – doch abgerechnet wird am Ende!

Trotz des deutlichen 5:2-Sieges am Vortag im Heimspiel gegen den TV Stammheim, reiste die Delegation des TV Unterhaugstett heute mit gemischten Gefühlen nach Offenburg. Noch nie, seit der TVU in der 1.Bundesliga spielt (seit 2006), war gegen die Südbadener ein Sieg gelungen. Andererseits war das Team um Kapitän M. Katz auch selten so stark in eine Spielrunde gestartet, wie in dieser Feldsaison. Deshalb keimte wiederum etwas Hoffnung.
Die Gäste liefen mit der gewohnten Starting five - Christian Erlenmayer/Bernd Bodler im Angriff, Markus Katz in der Mitte und Stefan Koch/Ingo Lochmahr in der Abwehr - auf. Die Gastgeber starteten mit Matthias Lilienthal, Michael Haas und Spielertrainer Stefan Birth in der Defensive, sowie Sven Muckle und Stefan Konprecht im Angriff. Offenburg spielte gleich von Beginn an, erwartet stark auf. Vor allem Angabenschläger Sven Muckle hatte bereits im Anfangssatz eine hervorragende Quote. Obwohl die TVU-Spieler einen guten ersten Durchgang spielten und das Match sehr ausgeglichen war, schien die OFG immer im entscheidenden Moment besser zu treffen. Der erste Satz ging dann auch mit 11:9 an die Platzherren. Auch der zweite Durchgang verlief ähnlich. Immer mehr Selbstzweifel nagten an einigen TVU-Spielern. Vor allem die rechte TVU-Flanke war vom Dauerbeschuss durch das Offenburger Angriffsduo Konprecht/Muckle stark betroffen und ließ sich durch die vielen, teilweise aber unerreichbaren, Bälle zu stark beeindrucken. So stark, dass nun auch leichtere Bälle daneben gingen. Es fehlte das letzte Quäntchen Trotzreaktion und so sank die Stimmung im gesamten Team auf den Nullpunkt. Selbst der abermals stark aufspielende Stefan Koch wurde immer ruhiger. Es lief dann nicht mehr viel zusammen und Parallelen zum Vortag wurden sichtbar. Auch der zweite Durchgang ging – mit 11:7 schon fast deutlich – zum 2:0 an die Gastgeber. Nun reagierte Trainer Helber und brachte mit Sebastian Buck (für Ingo Lochmahr) und Robin Gensheimer (für Bernd Bodler) zwei neue Spieler auf der rechten Seite. Nach kleineren Startschwierigkeiten fügten sich beide sehr gut ins TVU-Spiel ein und man startete gemeinsam zur Aufholjagd. Hart umkämpft war deshalb dann auch der dritte Satz. Der TVU kämpfte verbissen, das umformierte Team kam deutlich besser ins Spiel und erzielte mit 8:11 noch vor der ersten Satzpause den wichtigen 2:1-Anschlussatz. Im vierten Satz konsolidierte das TVU-Team seine Leistung. Robin Gensheimer konnte neben einer sehr guten Abwehrarbeit nun auch den einen oder anderen Punkt aus den Zweitangriffen erzielen. Sebastian Buck holte sich nun auch einige der schwierigen Seitenbälle ab. Außerdem funktionierten Erlenmayer’s Angriffe über den bereits 40-jährigen Mittelmann und Spielertrainer der OFG, Stephan Birth, der die - mittlerweile unübliche - Position in der zentralen Mitte des Spielfeldes, bevorzugt, immer besser. Mit 6:11 glich der TVU zum 2:2 aus und spielte auch zu Beginn des nächsten Durchganges solide weiter. Schrecksekunde in der Mitte dieses fünften Satzes! Beim Stand von 6:5 für Offenburg knickte TVU-Hauptangreifer C.Erlenmayer bei der Landung nach einem Sprungschlag um und verletzte sich am Sprunggelenk. In der kurzen Unterbrechungspause machte er unmissverständlich klar, dass er trotz Schmerzen weiterspielen wolle. Vielleicht war dies sogar das entscheidende Signal an seine Mitspieler: „Ich will und werde hier gewinnen!“ Einige schöne Spielzüge später, hatte man den Satz dann tatsächlich zum 9:11 und somit zur ersten Führung (2:3) gedreht. Nun erwachte bei den Rubo-Negros wieder die Selbstsicherheit und eröffnete dem TVU-Spiel wieder genau die Möglichkeiten, die auch gegen alle anderen, starken Teams zum Tragen kamen. Aus der guten Abwehrreihe Koch/Katz/Buck wurde ein solides Aufbauspiel betrieben und Erlenmayer konnte trotz Handicap immer häufiger punkten. Auch seine Services waren nun sehr effizient. Die OFG schien stark beeindruckt und einige der Spieler wirkten nun äußerst unsicher. Die linke Defensivseite und das Angriffsduo leistete sich reihenweise einfache Fehler und so ging dann auch der sechste Satz mit 8:11 zum 2:4 an den TVU. Wieder deutlich ausgeglichener gestaltete sich der siebte Durchgang. Kein Team konnte sich absetzen und so blieb es bis zum 7:7 sehr spannend. Bis dahin musste der TVU – nicht zuletzt aufgrund der Unsicherheit um C. Erlenmayers Verletzung, zittern. Nun schien jedoch die OFG-Offensive von der Spielsituation überfordert und beging drei Eigenfehler, die letztendlich den 8:11 Satzverlust – und somit die 2:5-Matchniederlage besiegelten. Der TV Unterhaugstett hat damit zum ersten Mal in seiner sechsjährigen Bundesliga-Zugehörigkeit ein Punktspiel gegen die Offenburger FG gewonnen und darf sich damit eigentlich eines „historischen Sieges“ erfreuen. Die Tatsache, dass die „Rubo-Negros“ (wiederum) nach einem (2:0-) Rückstand, fünf Sätze hintereinander für sich entschieden haben, spricht für die positive Moral und gute mentale Verfassung der Helber-Jungs.

Das Endergebnis:
Offenburger FG - TV Unterhaugstett 2:5 (11:9; 11:7; 8:11; 6:11; 9:11; 8:11; 8:11)

TVU: Christian Erlenmayer, Bernd Bodler, Robin Gensheimer, Stefan Koch, Markus Katz, Ingo Lochmahr, Sebastian Buck, Holger Bäuerle.
Trainer Tommy Helber
Eine tadellose Schiedsrichter-Leistung bot Günther Lutz aus Ludwigshafen.

Statement von Trainer Helber: Ich lasse mich gerne als „notorischen Tiefstapler“ bezeichnen, aber für mich stellt sich die Lage - ganz pragmatisch gesehen - so dar: Am nächsten Samstag in Schweinfurt-Oberndorf ist ein Sieg notwendig und dann sage ich „Saisonziel 1 – der Nichtabstieg“ ist erreicht (… dann nämlich auch rechnerisch!). Das mag bei einem Punktekonto von 14:2 und dem zweiten Tabellenplatz vermessen klingen, aber wie schnell sich Dinge auch grundlegend ändern könn(t)en, wurde heute jedem von uns bei der Verletzung von Christian bewusst. Natürlich wollen wir die sehr günstige Ausgangsposition nutzen und in die Entscheidung um die DM-Plätze eingreifen, hierfür darf nun aber zuerst einmal die Verletzung von Christian nichts ernsteres sein. Wenn wir es darüber hinaus schaffen, auch weiterhin unseren starken, teilweise unwiderstehlichen Faustball zu spielen, dann sind wir auf einem guten Weg dieses Traumziel zu erreichen.
Wir müssen nun konzentriert weiterarbeiten und das Team entwickeln, wenn wir an eine DM-Teilnahme denken wollen. Dort spielt eine andere Musik!
Bis dahin ist das Tagesgeschäft solide abzuarbeiten – keine Ausrutscher gegen die nächsten drei Gegner aus der hinteren Tabellenhälfte, … wegen „zu viel Euphorie“! Für den Teamfortschritt war es z.B. sehr wichtig, dass wir heute zwei Spieler einwechseln konnten, die tatsächlich „zündeten“ und mit denen der Sieg möglich war – keine „Not- und Gnaden- Einwechslungen“ sondern gewinnbringende Wechsel unter dem Motto „… wenn sich irgendwo eine Lücke auftut, steht sofort einer da, der sie füllt“. Das macht uns noch stärker! So viel Spaß, wie momentan, hat das Team – glaube ich - noch nie gemacht!


Dateianlage:
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RE: 8. Spiel: Offenburger FG-TVU 2:5

#2 von Daniel , 21.06.2011 16:20

Jungs, Jungs, Jungs,

das ist ja echt der Hammer, wie Ihr vorne weg spielt!!!! Bleibt am Ball, dann klappts vielleicht tatsächlich wieder mit ner DM teilnahme!!!!

Daniel  
Daniel
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